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Rolle 6   Hunger überall
Die Gentechnik zur Lösung des Welthungerproblems einzusetzten ist eine viel diskutierte Frage, doch oft wird dabei vergessen worum es dabei eigentlich geht. Hier ein Bericht, der das weltweite Problem und die Schwierigkeit dieses zu lösen, verdeutlicht. Weltweit leiden ca. 850 Mio. Menschen , vor allem in den Entwicklungsländern Asiens und Afrikas , unter Hunger . Die meisten Menschen hungern in Indien ( ca. 200 Mio . Menschen ), Indonesien , China und Schwarzafrika, aber auch in den Industriestaaten sterben täglich Menschen an Hunger, obwohl dort meist lebensmittelüberschüsse produziert werden.
Auch in den Ländern der dritten Welt lebt oft ein Teil der bevölkerung in den Städten in Reichtum, während auf dem Land die Menschen Hunger leiden müssen.
jährlich sterben etwa 11 Millionen Kinder an den Folgen der Unterernährung .

Wichtige Gründe für das Hungerleiden sind politische sowie ökonomische Umstände, die geographische Lage und das Klima der einzelnen Länder .
In vielen Ländern herrschen Bürgerkriege oder die Bevölkerung leidet unter korrupten Regimes. Oft fehlt einfach eine staatliche Struktur mit einer Verfassung, die das Wohl der Menschen garantiert . Die Menschen sind betroffen von ungerechter Einkommens- und Landverteilung und haben nicht die Möglichkeit, ihre Meinung zu äußern oder politischen Einfluss zu nehmen.

Etwa die Hälfte der in den Entwicklungsländern lebenden Menschen ist abhängig von der Landwirtschaft.
Doch oft reichen die Ernteerträge der Kleinbauern nur knapp zur eigenen Versorgung aus und wenn das Land dann von einer Dürreperiode betroffen ist, müssen die Menschen hungern und um ihr Überleben kämpfen .
Die Bauern haben keinen gesicherten Zugang zu Wasser und Saatgut und sind außerdem von einer ungleichen und ungerechten Landverteilung betroffen .

Fast 50 Millionen Hektar der Anbaufläche von genveränderten Pflanzen liegen in den USA, im schon erwähnten Anbauland Südafrika hingegen werden nur 0,5 Millionen Hektar Soja -, Mais - und Baumwollpflanzen angebaut.
Insgesamt liegen etwa doppelt soviel Anbauflächen gentechnisch veränderter Nutzpflanzen in industrieländern als in Entwicklungsländern.
Einige Anbauländer (außer USA, Südafrika und Indien) sind:
Argentinien (16,2 Mio. Hektar), Kanada (5,4 Mio. Hektar), Brasilien (5,0 Mio. Hektar), China (3,7 Mio. Hektar) etc.

Die größte Hürde, um genveränderte Pflanzen anzubauen, ist immer noch die Gesetzgebung in den betroffenen Ländern, die erst gentechnisch-freundlich verändert werden muss.
Hierbei entsteht oft ein ideologischer Streit um Gentechnik im Allgemeinen, bei dem biologische, ökologische sowie gesellschaftspolitische und ethische Gesichtspunkte und Meinungen beachtet werden müssen. Denn oft reicht das Geld der armen Länder nicht um diesen Anbau zu gewährleisten. So scheint die Lage aussichtslos und es bleibt nur auf ein Wunder zu hoffen um den weltweiten Hunger zu bekämpfen.





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Info zum Artikel
Von: kayma
07.02.2006 | 15:56
Artikel-Nr.: 1476
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